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Sonntag, 2. Juni 2013


 SEIDENCHIFFONKLEIDCHEN IM ZWANZIGERJAHRESTIL

Heute ist der erste Juni, das Kleidchen passt zum Datum, jedoch das Wetter eher zum April.
Umso besser, da kommt Vorfreude auf den Sommer auf ab morgen wirds ja heuer doch was damit werden .
Ich habe von  einer Modellschneiderei günstig Stoffreste bekommen, darunter war auch dieser Seidenchiffon. Rest ist gut, es waren 4m! Meine Scheu vor diesem feinen Stoff war gar nicht groß, ich hab eben noch nie damit gearbeitet.  Erst jetzt habe ich großen Respekt und werde mir genau überlegen was ich das nächste Mal mit einem Chiffon plane.
Das Titelmodel aus der Burda http://www.burdastyle.de/burda-style/damen/kleid-rueschen-kleider_pid_204_8432.html12-2012 hat mir mit diesem 20 iger Stil immer schon gut gefallen, ich habe ja auch viel Stoff zur Verfügung.

Eine Stofflage ist zu durchsichtig und hält das Oberteil nicht so, gut also nimm ich zwei Lagen und fasse einen Seidensatin zum Schrägband geschnitten dazwischen. Das gestaltet sich doch schwieriger als ich dachte: Es rutscht der Stoff schrecklich. Man könnte einen dünnen Batist oder Molino darunterlegen , ich habe ihn einfach auf die Tischplatte mit Tixo geklebt.

Ich glaube dafür sollte man sich einen Cutter anschaffen, die Schere wird immer unregelmäßig bleiben.
Zum Einfassen der Schulter- und Ausschnittkante muss die Stoffkante schön umgebügelt werde, am Besten geht das mit Stecknadeln aufs Bügelbrett fixieren.















Die Französische Naht an der Schulter wird mit Organga verstärkt, ich befürchte sie reißt sonst leichter.


Die zwei Lagen im Oberteil lassen sich mit der Drehung in der Schulter nicht einfach verstürzen, eine Schulter muss dafür offen bleiben, die wird dann leider mühsam im Nachhinein genäht. Mir ist jedenfalls nichts besseres eingefallen.




Die beiden Rockbahnen  habe ich nit der Hand gesäumt( sie werden weicher und fallen besser) und dann  zusammengeheftet

Zum Einhalten waren 2 Nähte nötig, die Länge der Oberteile  hab ich an einer Schneiderpuppe  abgeglichen und die Linie geheftet, sie verrutschen so schrecklich leicht.



 ur Verstärkung beim Gummizug ist wieder ein Organzastreifen zum Einsatz gekommen.






Z



Liebe Grüße bis zum nächsten Mal!
Eure Oinochoe

Freitag, 12. April 2013

Review Herbst /Winter 2011/12

So mein Beerenherst ist zu Ende.....

 Das sind alle meine Kreationen des letzten Jahres, 5 Stoffe habe ich vorletzten Dezember zusammen gekauft, das war der grauer Flanell, granatfarbiger Kaschmir, himbeerfarbener Wollflausch, taubenblaue Woll-Seidemischung und ein schilfgrüner Mantelvelours.
Nun, nachdem ich endlich die Wintersachen gegen Sommerkleider, zumindest im Kasten, tauschen konnte, habe  ich meine kleine Kollektion fotografiert . Die Farbzusammenstellung war schon beabsichtigt, ein paar Ausreißer passen aber auch irgendwie zusammen.




 Meine Farbinspirationen im Herbst und Winter:


     

und die Ahnung von Frühling




Ich laufe immer mit einem Paket von Probestückchen meiner Werke  herum, damit ich jederzeit bereit bin, passende neue Stoffe oder auch Kombistücke abzugleichen.
   

Noch einmal eine  kleine Auswahl, zwei davon habe ich schon in diesem Blog vorgestellt, die grauen Röcke als Basics sind so wie fast alle Stücke in der  Burdastyle zu sehen.








 Bis auf zwei  sind alle verarbeitet, das ist fast rekordverdächtig für mich.
Allerdings hat sich die Fertigstellung auch auf  2 Jahre ausgedehnt.






Bei den Sommerstücken ist die Farbabgleichung schwieriger, weil der Sommer stoffmäßig immer bunter und deutlich aus mehr Teilen, auch Einzelteilen besteht.
Leider wird sich meine Frühjahrskollektion zeitlich nicht mehr ausgehen, die Zeit war heuer knapp und die Verarbeitung wird auf unbestimmte Zeit verschoben.
Ich habe schon wieder neue Stoffgeschäfte im Netz entdeckt, da könnte ich immer und immer wieder stöbern. Mein bisheriger  Lieblingshop: "Naturstoffe von Anita Pavani":http://www.naturstoff.de/shop/Default.aspx? , er bietet nicht nur bio zertifizierte Designerstoffe sondern auch absolute
Qualitätware an. Da gibt es keine Enttäuschungen, und die Lieferungen sind rasend schnell.
Aber mein neuester Shop einer amerikanischen Seite ist wirklich hitverdächtig"Georgousfabrics":http://www.gorgeousfabrics.com/shop/index.php , freche, ungewöhnliche aber auch einfach Standardware von den letzten Saisonen, Designer inbegriffen. Alles nicht zu sehr natur aber dafür peppige Muster, Strickware und Stretch ist groß vertreten, Tolle Preise nicht zu vergessen.
Da wie ich wahrscheinlich alle Nähbegeisterte Stoffe lieben und immer nach schönen suchen, habe ich im Burdastyleforum eine Aufruf zur  Stofftauschparty in Wien geschickt, also wer mitmachen will schaut dort einfach hinein http://www.burdastyle.de/community/foren/themenuebersicht/Do-it-yourself-Treffpunkt. Ort und Zeitpunkt ist noch nicht fixiert.
Fröhliches Stoffeschwelgen!
Eure Oinochoe




Sonntag, 17. Februar 2013

JUWELENRÖCKCHEN:



Der Stoff ist ein wunderbar fliessender leicht fallender Wollmousseline. Ein bisschen nach Folklore sieht er aus auf dem schwarzen Grund. Ich wollte immer schon einmal einen schwingenden Rock machen, also war der perfekt. Nur zuwenig Stoff!! ein Supermini ist nichts mehr für mich. In meinem Stoffdepot hat sich ein schwarzer Wollcrepe gefunden der nicht zu dick ist und  fast durchsichtig.
Der ist ideal als Unterrock. Als Schnitt habe ich einen ganz einfachen Tellerrock gewählt: " Burda 104-042007. schon aus einer alten Ausgabe. Etwas weniger weit, damit sich der Stoff ausgeht.
Beim Bund habe ich das gemacht wie beim Post vom November 2012 http://beiioinochoe.blogspot.co.at/2012_11_01_archive.html also mit Rosshaar und Organza.


Den schwarzen Crepe habe ich auf der rechten Seite dann über die innere Bundnaht gelegt,

                       angesteppt und den Bund innen darauf mit der Hand genäht.


Kleine Schlaufen zum Aufhängen sind sehr praktisch, einfach schmale Streifchen nähen und am Bund innen feststeppen.


Die meiste Arbeit war aber der Saum, die Säume um genau zu sein.


Zuerst mit dem Rockabrunder genau markieren. Dann mit der Overlock endeln und säumen.
3mm vom Rand weg mit geradem Stich zum Einhalten eingestellt, nähen und etwas festziehen, eben nur ganz wenig, damit dann der Saum beim Umschlagen schön liegen bleibt, Fertigstellen mit Handstichen säumen.


Der Frühling hat schon eine Grundlage bekommen, die Schätze sind gehoben, liebe Grüße
Oinochoe

Sonntag, 16. Dezember 2012

Himbeerflauschmantel


 Das ist mein Himbeermäntelchen!

 Diesen herrlichen Mohairflausch von naturstoffe.de habe ich schon seit meinem letzten
Einkaufspaket vom letzten Herbst.



 5 Stoffe waren das, alle farblich abgestimmt aber noch ohne genaue Bestimmung. Dieses hier ist der vorletzte, gerade fertig geworden. Ich wollte eigentlich ein Cape machen, denn das schien mir einfach unumgänglich zu sein. Doch als der Stoff da war, gab's ein Riesenproblem. Dieser zwar dicke und dichte Flausch war einfach zu leicht, für ein Cape müsste er schwerer fallen. Am Saum beschweren kam auch nicht in Frage, dann würde er Falten machen und sich vielleicht auch noch ungleich aushängen, wie schrecklich!
Es hat lange Überlegung gebraucht bis ich mich zu einer anderen Bestimmung durchgerungen habe: einen Kurzmantel. Ich hatte einige Schnitte im Auge:








Ich habe mich dann für diesen hier entschieden, er passt so gut zu der Farbe und dieses bissl retromäßig 60 iger Jahre  könnte auch ganz gut sein, vor allem die ausgestellte Saumlinie.
Burda kurzmantel-kurzgrösse-mantel





Ich musste ihn unbedingt nicht nur füttern sondern auch einen Einlagestoff für alle Teile besorgen.











Dieser Flausch ist zwar dick, aber auch dehnbar und wie gesagt sehr leicht. Nur mit Futter würde er sich sicher verziehen oder schlecht fallen. Also habe ich einen weichen Viskosestoff besorgt, alles nocheinmal zugeschnitten und die Teile mit dem Oberstoff zusammengeheftet.
 Vliseline auf allen gewohnten Teilen (Besatz, Kragen) aber auch Saumstreifen am Mantel und den Ärmeln, sowie den Ärmellöchern   aufbügeln.
















 Das sind die aufzusetzenden Taschen ebenfalls  mit Viskose gedoppelt.




Dieser Lackstoff am Kragen und Ärmel kann man nicht putzen lassen, ein Lederimitat hätte man putzen  aber nicht waschen können, aber die Farbe war viel langweiliger, ich habe mich trotzdem für den Lack entschieden. Ausdämpfen genügt sicher, da kann ich den Lack aussparen.

Zum Nähen hatte ich kein Teflonfüßchen ,so habe ich es eben auf die altmodische Art mit Seidenpapier genäht.

















     Der Einsatz des Kragens, da wird alles schon ein bissl dick!  schön  bügeln !!


Der Retrostoff war in der Farbe superpassend, obwohl etwas teuer! aber den dicken Flausch konnte ich nicht als Besatz nehmen, wäre alles eben zu dick geworden.



Um die Ärmel nochmals vor dem Ausdehnen zu schützen steppe ich einen Rosshaarstreifen auf die obere  Ärmelkante und nähe dann knapp daneben die Ärmelnaht.



















                        
  Da kommt   noch eine Bildergeschichte zum  Füttern der rückwärtigen Falte:







Der Schnitt war für Kurzgrössen, ich musste ihn viel verlängern weil ich schon 5 cm über der Burda Normalgrösse bin .  Trotzdem ich 5 cm Saum gelassen haben ist er mir zu kurz geworden, also ein Satinband gekauft und knapp am Saum zum Umschlagen drangenäht. Auch die Ärmel habe ich bis zum Handgelenk verlängert. Sonst kann ich nur lange Handschuhe anziehen.



Das ist der Schlitz am Rücken innen
das Futter mit der Hand draufnähen
                                                     
      Der Übergang vordere Besatzkante Futter, Saum
Jetzt fehlen nur noch die Druckknöpfe, die sind mit dem Futterstoff überzogen
                                  

fertiger innerer Beatz und Futter
                                        



Vorne innerer Besatz




Das ist schon etwas verknuddelt, hab ich zu viel getragen!





                  














So, das ist er jetzt, er trägt sich unglaublich gut, leicht und doch sehr warm (3 Stofflagen!)